Mit klassischer schwedischer Wohlfühlmassage

Harmonie


Im Grase hingestreckt,

Lausch ich der Halme zartem Wind,

Der flüstert wirr und hat mir bald

Den Himmel fast verdeckt.

 

Es kommt die Zeit heran,

Da weiß ich nichts von Leide mehr,

Und schmerzt es heute noch so sehr,

Alsdann ist es vertan.

 

Dann kreist mein heißes Blut

Gekühlt und licht in Halm und Klee,

Und dieser Stunde grimmes Weh

Ist still, ist kühl, ist gut.

 

Den meine Sehnsucht spinnt,

Der Traum wird eine Blume sein.

In seinem Dorfe schlaf ich ein,

Ein heimgekehrtes Kind.

(Hermann Hesse) 

 

 

 

Fotos © Kerstins Photography


Lebensfreude

O wie sind heute die Berge schön!

Der feuchte blaue Himmel lacht,

Und durch die Täler braust mit Macht

Von Süden her der wilde Föhn.

Der ferne Jura blaut wie Samt

Aus dunstig weißer Fläche her,

Auf allen Alpen ist ein Meer

von silberweißem Licht entflammt.

 

Der mondelange Winter wich,

Schon manchem grünen Hang hinan

Blüht Knabenkraut und Enzian -

Nun, meine Seele, freue dich!

(Hermann Hesse / Schweizer Frühling)

Erholung

Nun kommt die Zeit der großen Anemonen,

Mit denen alle Raine sich bekränzen;

In warmen Gärten reifen die Limonen;

Die Mauern dampfen und die Hügel glänzen.

Schon such ich wieder die Cypressenschatten

Und dehne träg im Gras meine Glieder

Und labe mich im lauen Duft der Matten

Und summe meine deutschen Frühlingslieder.

Ermüdet streift mein Blick die weißen Villen,

Die heißen Straßen und die gelben Felder;

Mein Herz ist nicht dabei - es denkt im Stillen

An Lindenduft und deutsche Buchenwälder.

(Hermann Hesse / Toskanischer Frühling)


Du lächelst - und die Welt verändert sich.

(Buddha)